Aufstehen, nicht aufgeben!

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Tübingen e.V. (keb)

Die Kirche und der sexuelle Missbrauch. Schuld ohne Sühne?

Programmpunkt 1:

Gleichnamige SWR-Dokumentation von Mona Botros und Thomas Schneider (43 min.)

Programmpunkt 2:

Ein Bühnengespräch mit Johanna Beck über Mut, Zuversicht und Wandel. Moderation: Petra Preunkert- Skálová, Leiterin der keb Tübingen

Film-Info:

Etwa 3700 Opfer und 1670 Beschuldigte seit
1946. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen.
Eine erschreckende Zahl! Papst Franziskus hat
die tausendfachen Fälle sexuellen Missbrauchs
von Kindern und Jugendlichen durch katholische
Priester und Ordensleute als „Quelle des Schmer-
zes und der Scham“ bezeichnet und bestellte für
den 21. bis 24. Februar 2019 alle Vorsitzenden
der nationalen Bischofskonferenzen nach Rom zu
einem Treffen ein.
Unmittelbar vor dieser Konferenz widmete
sich der Film den wichtigsten Fragen zum Thema:
Was sind die Ursachen für den systematischen
Missbrauch? Was tut die Kirche, um sie abzustel-
len? Und nimmt die Kirche ihre Verantwortung
gegenüber den Opfern ernst?
Anhand neuer, bislang unbekannter Fälle geht
der Film diesen Fragen nach und dokumentiert die
Arbeit der kirchlichen und weltlichen Justiz bei
der Aufarbeitung. Es geht dabei darum, ob diese
Instanzen es schaffen, wirklich aufzuklären.
Der Film von Mona Botros und Thomas Schnei-
der macht deutlich, welche Schicksale und welche
Geschichten mutmaßlichen Missbrauchs sich
hinter den bloßen Zahlen der Studie verbergen.
Daneben zeigt er auch, dass es in der Institution
Kirche gärt und dass im Zuge der gesellschaft-
lichen Diskussion inzwischen jahrhundertealte
Traditionen der Kirche, beispielsweise der Zölibat,
nicht mehr als unantastbar gelten.
Auch SeminaristInnen der Diözese Rottenburg-
Stuttgart stellen im Film von Mona Botros und Thomas Schneider kritische Fragen: Warum
beauftragt man nicht zur Aufarbeitung der Fälle
entsprechend externe Leute, die keine Priester
sind, die nicht für die Kirche arbeiten und die
darum eine gewisse Abhängigkeit haben?
Die Dokumentation versucht zu ergründen, ob
und warum sich die Verantwortlichen mit echter
Aufklärung so schwertun.

Unser Gast: Johanna Beck

Johanna Beck hat Missbrauch erlebt. Sie war als Kind Teil der umstrittenen „Katholischen Pfadfinderschaft Europas“. Papst Benedikt XVI. ließ diese 2008 trotz Warnungen als Geistliche Bewegung anerkennen. Aus Angst vor dem Täter und den Reaktionen aus ihrem Umfeld trat auch Johanna zunächst nur unter einem Pseudonym auf. Inzwischen setzt sie sich öffentlich für konsequente Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ein. Als Sprecherin des Betroffenenbeirats arbeitet sie beim Synodalen Weg der katholischen Kirche mit. Sie engagiert sich in der Bewegung Maria 2.0. und setzt sich für Reformen und Erneuerung der Kirche ein. Johanna ist ein Beispiel von weiblichem Empowerment und von Entschlossenheit, den Wandel in der Gesellschaft und im Christentum aktiv mitzugestalten. Im März 2022 erschien die 14. Auflage ihres Buchs „Mach neu, was dich kaputt macht: Warum ich in die Kirche zurückkehre und das Schweigen breche“.

AKTUELLE VORFÜHRUNGEN

  • 26.10.
  • Beginn 19.30 Uhr

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