Triangle of Sadness

Schweden/ Frankreich/ Deutschland/ GB 2022
Regie: Ruben Östlund („The Square“)
Besetzung: Woody Harrelson, Charlbi Dean, Harris Dickinson, Dolly De Leon, Vicki Berlin, Zlatko Buric, Carolina Gynning, Iris Berben, Vicki Berlin, ...
Laufzeit: 147 min.
FSK bei Red.schluss noch nicht bekannt

Schon für seinen vorigen Film „The Square“ wurde der schwedische Regisseur Ruben Östlund 2017 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Nun ist ihm diese Ehre ein zweites Mal zuteilgeworden.

Seine Satire „Triangles of Sadness“ spielt auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff. Eine Menge illustrer Gäste haben sich hier vertrauensvoll in die Hände von Captain Thomas begeben, lassen sich von der zu Unterwürfigkeit verurteilten Crew hofieren und hoffen, beim Kapitänsdinner einen Platz in dessen unmittelbarer Nähe zu ergattern. Noch ahnen sie nicht, dass der eingefleischte Marxist seine noblen und (neu)reichen Gäste verachtet und seine Abneigung gern in hohem Alkoholkonsum ertränkt. Permanent angetrunken, weiß er die Sicherheit des Schiffes natürlich nicht zu garantieren. Schon gar nicht bei schwerem Sturm. Die Dinge laufen völlig aus dem Ruder – im wahrsten Sinne des Wortes. Nur wenige Passagiere können sich retten und stranden auf einer Insel. Unter ihnen auch die Angestellte Abigail, die sich auf dem Schiff um die Toiletten kümmerte. Die Hierarchien kehren sich um, denn schließlich ist sie die Einzige, die Fische fangen, Feuer machen und so das Überleben der anderen sichern kann. Oder sollte man sagen „könnte“…?

Regisseur Ruben Östlund ist bekannt für bissige Studien menschlichen Verhaltens. „Triangle of Sadness“ handelt von der Absurdität des Kapitalismus, von Machtverhältnissen und sozialer Ungleichheit. Hier wird der obszöne Reichtum der Passagiere auf der Luxusjacht in grellen Karikaturen zur Schau gestellt. 

Eine wieder einmal bitterböse, manchmal komische, traurige und widersprüchliche Film-Satire, in der Konflikte und Kämpfe zwischen Armen und Reichen, Männern und Frauen, Schwarzen und Weißen gnadenlos offengelegt werden. Der Film teilt in allerlei Richtungen aus, nimmt die Oberflächlichkeit der Dekadenten aufs Korn, entlarvt aber auch die gewollte Unterwürfigkeit der Untergebenen. Er legt Klassenstrukturen bloß, zeigt aber auch, dass nicht alle Reichen automatisch unmoralisch und auch nicht alle Vertreter der Arbeiterklasse moralisch sind. Eigene Interpretationen sind erwünscht, man darf sich mit dieser oder jener Figur identifizieren oder sie ablehnen. Dies erlaubt, den Film aus verschiedenen, manchmal widersprüchlichen Beweggründen sehr individuell zu verstehen. 

Eine nicht unbedingt leicht zu verdauende Gesellschaftssatire. Ein typischer Ruben-Östlund-Film.

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