Mein fremdes Land

Interkulturelle Woche Rottenburg:
Ein Kooperationsprojekt unter der Leitung der Integrationsbeauftragten der Stadt Rottenburg mit verschiedenen Institutionen und Kulturträgern Rottenburgs.

Im Anschluss: Filmgespräch mit Protagonist Manuel Sosnowski
Moderation: Steffi Zenke (SWR)


Dokumentarfilm, OmdU
Deutschland 2021
Regie: Johannes Preuß, Marius Brüning
Laufzeit: 94 min.
FSK ab 0

José Noé Estrada wurde als kleines Kind aus einem Kinderheim in Bolivien adoptiert. Von nun an wuchs er in einer Mössinger Familie auf und hieß Manuel Philip Sosnowski. Als er jung war, wollte Manuel nichts von seiner Herkunft wissen. Fotos aus dem Heim in Bolivien drehte er um. „Tatsächlich haben wir noch nie richtig über das Thema gesprochen“, sagt er heute. Doch mit 30 macht er sich das erste Mal auf die Suche nach der fremden Vergangenheit und stellt sich Fragen, die früher oder später kommen mussten: Warum hat seine Mutter ihn weggegeben? War sie verheiratet? Hat er Geschwister? Wo und wie lebt seine Ursprungsfamilie? Die Recherchen gestalten sich einfacher als erwartet und irgendwann findet er sich in der kargen Bergwelt der bolivianischen Anden wieder, einer Region, die für ihr Silber und dessen rücksichtlosen Abbau bekannt ist. Die Menschen hier leben in bitterer Armut. Auch seine Familie. Und so erfährt er, warum er damals weggeben wurde…

Johannes Preuß und Marius Brüning haben José bei seiner Spurensuche begleitet. Doch mit Kommentaren halten sie sich angenehm zurück, lassen ihn stattdessen in die Kamera sprechen. Es geht hier nicht lediglich um eine Suche nach der Vergangenheit und die Lösung eines Rätsels der Familiengeschichte, es geht auch um die Frage, wie der Protagonist damit umgeht zu wissen, dass er in Deutschland ein privilegiertes Leben führt, seine Verwandten in Bolivien jedoch ein ganz anderes. Genau das wirft ihn nämlich immer wieder in emotionale Widersprüche. Ein bemerkenswerter und sehr berührender Film über die Suche nach der eigenen Identität, aber auch über die schmerzhaften Antworten, die anfangs wahrscheinlich noch gar nicht absehbar waren.

AKTUELLE VORFÜHRUNGEN

  • 02.10.
9

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