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Bordell Deutschland

Mi 20.02. 20.00 Uhr

zdfEine Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Landkreis Tübingen e.V. (keb Tübingen e.V.)
Im Anschluss Filmgespräch mit
- Sandra Norak, Protagonistin des Films. Sie erzählt
von ihrem Weg in die Prostitution: ein Loverboy machte sie gefügig und
sechs Jahre lang schaffte sie für ihn an. Dann kämpfte sie sich frei.
Heute studiert Sandra Norak Jura und hat ein großes Ziel:
die Abschaffung der Prostitution.
- Dr. Ingeborg Kraus, Diplompsychologin und Traumatherapeutin
- Moderation: Dr. Petra Preunkert-Skálová, Leiterin keb Tübingen e.V.

Dokumentarfilm
Deutschland 2018
Regie: Christian Paul Stracke
Laufzeit: 90 min. | FSK n.v.

Das 2002 verabschiedete Prostitutionsgesetz (eines der liberalsten in Europa) wurde zunächst als Fortschritt gefeiert. Es regelt das Gewerbe als Dienstleistung, die Prostituierten können ihren Lohn einklagen, sie sind krankenversichert und sie können Sozialversicherung in Anspruch nehmen. Negative Folge des Gesetzes jedoch ist, dass das Geschäft boomt. Deutschland ist längst zum Paradies für Sextouristen aus der ganzen Welt geworden. 1,2 Millionen Freier täglich sprechen eine eindeutige Sprache. Mit dramatischen Folgen. Denn laut Experten hat sich hierzulande eine Drehscheibe für Zwangsprostitution und Menschenhandel entwickelt. Im Rotlicht dominieren immer mehr kriminelle Organisationen. 80 bis 90 Prozent der schätzungsweise 400.000 bis eine Million Prostituierten kommen aus dem Ausland, die wenigsten arbeiten freiwillig. Die Bedingungen sind in vielen Fällen menschenunwürdig.

Der Film zeigt, wie schlimm die Zustände tatsächlich sind und deckt auf, welche Rollen Prostitutionsverbände, Bordellbetriebe und nicht zuletzt die Politik im System spielen. Filmemacher Christian Paul Stracke hat über ein Jahr lang recherchiert, von Berlin bis Temesvar, von Malmö bis Kleinblittersdorf, vom Straßenstrich bis zum Edelpuff, von der Therapiestelle bis ins Ministerium. Er spricht mit Zuhältern, mit Freiern, mit Vertretern von Behörden, immer wieder mit Ingeborg Kraus, einer Traumatherapeutin, die sich um die Opfer kümmert und nicht zuletzt mit einigen aktiven und ehemaligen Prostituierten.
Der Film leuchtet ein Problem aus, das im toten Winkel blüht und weiterblühen wird – sofern sich die politischen Rahmenbedingungen nicht ändern.

 

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