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Nur eine Frau

Eine Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Landkreis Tübingen e.V. (keb Tübingen e.V.) im Rahmen der Veranstaltungsinitiative „Interkulturellen Woche„ Im Anschluss an die Vorführung: Podiumsgespräch mit
-Heike Himmelreicher, Leiterin des Rottenburger Jugend-und Familienberatungszentrums JFBZ
-Kübra Kisa, Wissenschaftliche Assistentin am Zentrum für islamische Theologie Tübingen
-Moderation: Dr. Petra Preunkert-Skálová, Leiterin keb Tübingen e.V.

Do 26.09. 20.00 Uhr (8,50 €)

Deutschland 2018
Regie: Sherry Hormann („Wüstenblume“)
DarstellerInnen: Amila Bagriacik, Rauand Taleb, Jacob Matschenz, Aram Arami, Meral Perin…
Laufzeit: 96 min. | FSK ab 12

14 Jahre ist es her, dass die in Berlin geborene 23-jährige Tochter sunnitischer Kurden aus der Türkei von ihrem jüngsten Bruder Nuri hingerichtet wurde – mit zwei Schüssen auf offener Straße. „Ehrenmord“ nennt man das. Nun hat sich Regisseurin Sherry Hormann des brisanten Themas angenommen, gestützt auf ein Sachbuch,Gerichtsakten und Interviews mit Zeitzeugen. Da der Fall bekannt ist, beginnt der Film mit der Ermordung. Doch wie kam es dazu? Aynur selbst erzählt im fiktiven Rückblick aus dem Off ihre Lebensgeschichte: Mit 15 wird sie von ihrer Familie mit einem Cousin in Istanbul zwangsverheiratet. Vor ihrem gewalttätigen Ehemann flieht sie hochschwanger zurück zu ihren Eltern nach Berlin. Doch diese missbilligen ihr Verhalten und wollen sie zurückschicken. Aynur bleibt trotzdem und bringt ihren Sohn Can zur Welt. Von der Familie wird sie ausgegrenzt und vor allem von ihren Brüdern schickaniert und bedroht. Gegen deren Widerstand zieht sie zuerst in ein Heim für Alleinerziehende und beginnt eine Ausbildung als Elektroinstallateurin. Sie legt das Kopftuch ab und lebt einen westlichen Lebensstil. Nach Ansicht ihrer Brüder hat siedamit massiv deren Ehre verletzt…

Regisseurin Sherry Hormann und Produzentin Sandra Maischberger haben für diesen Film eine spezielle Form entwickelt, die dem Fall gerecht wird. Die Ermordete erläutert aus dem Off Zusammenhänge, teilt ihre Gedanken mit und darf auch politisch unkorrekte Dinge sagen. Immer wieder baut die erfahrene Editorin Bettina Böhler Fotos und Videos der realen Aynur ein, manchmal unterbrechen Fotomontagen den dynamischen Bilderfluss, um wichtige Momente zu akzentuieren. Jahresangaben dokumentieren die Chronologie der Ereignisse und sechs eingeblendete „Regeln“ erläutern die typischen Motive für „Ehrenmorde“. Diese Gestaltungsmittel erzeugen einen dokumentarischen Eindruck und eine innere Distanz zum Geschehen. Obwohl der Film eine subjektive Perspektive einnimmt, vermeidet er eine Dämonisierung der Familienmitglieder. 

Sherry Hormann versteht es (wie in „Wüstenblume“), ein ergreifendes Frauenschicksal auch für ein breites Publikum anschaubar aufzubereiten und zugleich nachhaltige Denkanstöße zu geben.

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