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Der Distelfink

Drama
 Buchung geschlossen
 
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Datum: 10.11.2019 11:00

Produktion: USA 2019
Regie: John Crowley
DarstellerInnen: Ansel Elgort, Oakes Fegley, Nicole Kidman, Aneurin Barnard, Finn Wolfhard ...
Laufzeit: 150 min.
FSK: ab 12
Trailer:

„Der Distelfink“ ist ein kleines Gemälde des holländischen Malers Carel Fabritius aus dem Jahre 1654. Der Betrachter sieht einen Vogel, der – mit einer Kette angebunden – auf einer Konsole hockt und ihn anschaut.
Als seine Mutter mit dem 13-jährigen Theo durch das New Yorker Museum of Art streift, beschreibt sie ihm dieses Bild als etwas ganz Beson- deres. Nur einen kurzen Moment später, Theo ist, während seine Begleiterin bereits weitergegangen ist, noch stehen geblieben, explodiert im Museum eine Bombe, die die Mutter in den Tod reißt; Theo bleibt im anderen Raum verschont. Im Chaos des Geschehens nimmt der Junge den Distelfink an sich und verlässt damit das Museum. Als letzter Berührungspunkt mit seiner Mutter wird das gestohlene Gemälde für ihn immer ein melancholisches inneres Objekt bleiben...

Da der Vater die Familie schon vor Jahren verließ, findet Theo zuerst einmal Obhut in der wohlhabenden Familie seines Schulfreundes Andy Barbour. Dessen Mutter erträgt ihr liebloses Dasein allerdings nur mit dezentem Tablettenkonsum und hilft auch Theo, mit Beruhigungsmitteln seine Albträume zu betäuben. Dann tritt eines Tages sein leiblicher Vater wieder auf den Plan und besteht darauf, ihn nach Las Vegas mitzunehmen. Von der düster-melancholischen Ostküste geht es in ein nicht minder tristes Dasein in der Wüste Nevadas. Hier werden ab jetzt Perspektivlosigkeit und Armut Theos Leben prägen. So rutscht der junge Mann zusehends in die Kriminalität ab...

Ein Film hat es gegenüber einem 800 Seiten langen Werk natürlich nicht leicht. Der 2013 erschienene und 2014 mit dem Pulitzer-Preis in der Sparte Fiktion ausgezeichnete Roman von Donna Tartt konnte sehr viel deutlicher markieren, dass all die schicksalhaften Wiederbegegnungen der Protagonisten und ihre miteinander verwobenen Geschichten selbst eine schillernde Metaerzählung bilden, die davon handelt, dass das Traumatische uns zwar zerreißt, jedoch gleichzeitig auch mit anderen verbinden kann. Und dennoch gelingt Regisseur John Crowley eine Literaturverfilmung im besten Sinne, die eine ganze Reihe der vielfältigen Bezüge ihrer Vorlage aufnimmt und das Ringen des Protagonisten mit seinen traumatischen Erfah- rungen glaubhaft vermittelt.

 

 

Alle Daten


  • 10.11.2019 11:00

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