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Toni Erdmann

So 09.04. 11.00 Uhr  (8,50 €)

Deutschland/ Österreich/ Rumänien 2016
Regie: Maren Ade
DarstellerInnen: Peter Simonischek, Sandra Hüller, Michael Wittenborn, Thomas Loibi u.a.
Laufzeit: 162 min. | FSK ab 12

Winfried Lau ist ein etwas seltsamer Zeitgenosse. Der 65-jährige ehemalige Musiklehrer hat einen ausgeprägten Sinn für Humor und einen unumstößlichen Hang zu Scherzen, über die andere nicht unbedingt immer lachen können. Insbesondere seine karrierebewusste Tochter Ines. Die ist eher genervt von ihrem Vater. Nun ist Tonis Lebensgefährte, ein Hund, gestorben und der einsame Mann entscheidet sich, zu Ines nach Bukarest zu reisen. Die will sich hier gerade einen Namen als Unternehmensberaterin machen. Ihr Vater taucht also zu einem für sie ungemein unpassenden Zeitpunkt auf und das gibt ihm die rationale junge Frau auch unmissverständlich zu verstehen. Grund für Winfried Lau, ein wenig später unerwartet als Toni Erdmann mit falschem Gebiss, schlechter Perücke, großen Gesten und schrägen Witzen erneut aufzutauchen – als vermeintlicher Personalcoach mit öligem Charme, bei wichtigen Geschäftsessen seiner Tochter mit potentiellen Kunden etwa. Er will Ines aus der Reserve locken und sicherstellen, dass sie das Lachen nicht verlernt hat... Natürlich ist durch die Auftritte ihres Vaters Ines’ Seriosität in Frage gestellt und so geraten die beiden heftig aneinander, stellen im Streit aber auch eine neue Art von Nähe her...

Alles stimmt an diesem Film: Die Geschichte, die Figuren, das Tempo, der Humor. Peter Simonischek als Winfried ist traurig und komisch zugleich, als Toni Erdmann eher peinlich und dennoch witzig und liebenswert. Sandra Hüller spielt betörend vielseitig. Ihre Ines ist immer kontrolliert, bleibt auch in schwierigen Situationen gefasst, wirkt allerdings nie wirklich entspannt. Mit ganz zurückgenommenen Mitteln und kleinen Gesten zeigt sie, dass diese Ines eigentlich auch ein ganz netter Knochen sein kann und damit ihrem Vater ziemlich ähnlich ist.

Regisseurin Maren Ade, die sich bereits durch ihren Film „Alle Anderen“ mit Lars Eidinger und Birgit Minichmayr einen Namen machte, seziert hier feinsinnig und plausibel das Beziehungsgeflecht zwischen einem Vater und seiner Tochter.
Originell bis ins Absurde.

Jüngst war der Film bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises der große Abräumer: So erhielt der Film alle fünf wesentlichen Hauptpreise:

- Bester Film
- Beste Regie (Maren Ade)
- Bestes Drehbuch (Maren Ade)
- Bester Hauptdarsteller (Peter Simonischek)
- Beste Hauptdarstellerin (Sandra Hüller)

Für uns Grund genug, den Film zumindest für eine Sonntagsmatinee nochmals ins Programm zu nehmen.

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