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Nader und Simin

Drama
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nader
Datum: 01.07.2020 20:30

Iran 2011, OmdU
Regie: Asghar Farhadi
DarstellerInnen: Leila Hatami, Peyman Moadi, Shahab Hosseini, Sareh Bayat u.a.
Laufzeit: 123 min.
FSK ab 12
Trailer:

Nader und Simin sitzen vor dem Scheidungsrichter. Beide breiten ihre Argumente aus: Ursprünglich wollten sie mit ihrer elfjährigen Tochter aus dem Iran ausreisen, weil sie „unter diesen Bedingungen“ nicht weiterleben wollten. Die Visa waren bereits genehmigt. Doch dann machte Nader einen Rückzieher. Er wolle seinen an Alzheimer erkrankten und pflegebedürftigen Vater nicht allein zurücklassen. Nun will Simin die Trennung, um mit ihrer Tochter allein das Land verlassen zu können. Doch der Richter verwehrt den Eheleuten die Scheidung. Simin zieht zurück zu ihren Eltern, das Kind bleibt bei Nader, der sich um die Pflege des Vaters kümmert. Aus Zeitgründen muss er hierfür bald zusätzlich eine junge Frau engagieren: Razieh. Diese hat die Aufgabe jedoch ohne Erlaubnis ihres jähzornigen und hochverschuldeten Ehemannes übernommen und ist darüber hinaus schwanger. Schon bald zeigt sie sich mit der Pflege des alten Mannes total überfordert, was tragische Konsequenzen nach sich zieht...

Das Schicksal von zwei Familien im Iran – die eine aus dem modernen Mittelstand, die andere aus streng gläubigen, ärmeren Verhältnissen – bei der aufreibenden Suche nach den vielen Gesichtern der Wahrheit. Regisseur Asghar Farhadi taucht tief in den iranischen Alltag ein und zeichnet mit klaren Linien das Bild einer verfahrenen Lage, in der niemand Recht und niemand Unrecht hat. Farhadi verkündet keine Wahrheit, auf deren Seite er sich schlägt, sondern stellt Interessenlagen dar, die alle legitim, aber unvereinbar sind. Die Wünsche des liberalen Bürgertums und die religiösen Überzeugungen anderer Volksschichten passen nicht zusammen. Und der Staat moderiert keine Konflikte. Er unterdrückt sie und sanktio- niert, was ihm nicht passt. Der Film erzeugt mit jedem Schritt vorwärts mehr Komplexität und mit jedem Baustein ändert sich der Blick auf das Geschehen und die Motive der handelnden Personen. So muss der Zuschauer seine Vermutungen und ggf. Vorurteile stets prüfen und mitunter auch revidieren.

„Nader und Simin“ ist eine Bestandsaufnahme. So sieht es aus, wenn Menschen in einem Gottesstaat leben, der ihnen nicht hilft, sondern sie in Schach hält. Dabei fragt man sich: Wie könnte es anders sein? – Dass es keine einfachen Lösungen gibt, wird am Ende schmerzhaft deutlich.
Auf der Berlinale 2011 gewann das vielschichtige Drama den Goldenen sowie zwei Silberne Bären. Die Presse bezeichnete ihn als „brisant“, „aufwühlend“, „klug“, „fesselnd“, „exzellent komponiert“, „großartig gespielt und inszeniert“.

 

 

Alle Daten


  • 01.07.2020 20:30

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