Lunana - Das Glück liegt am Himalaya

Bhutan/ China 2021, OmdU
Originaltitel: Lunana -A Yak in the Classroom
Regie: Pawo Choyning Dorji
DarstellerInnen: Sherab Dorji, Ugyen Norbu LhenDup, Pem Zam, Kelden Lhamo Gurung, …
Laufzeit: 109 min.
FSK ab 0

Ausgerechnet nach Lunana im Nordwesten Bhutans soll der junge, bisher in der Hauptstadt lebende Ugyen geschickt werden, um dort mitten im Himalaya-Gebirge auf 3.730 Metern über dem Meeresspiegel im völlig entlegenen Dorf Lhedi ein Jahr lang Kinder zu unterrichten – die letzte Etappe seiner Lehrerausbildung. Vorbei sein Traum von einer Sängerkarriere in Australien.

Widerwillig macht er sich auf die Reise. Von der letzten Busstation wird er abgeholt. Es sei „nur ein kleiner Bummel den Fluss entlang“, sagen Ugyens Begleiter, doch dieser „kleine Bummel“ entpuppt sich als äußerst anstrengender Treck, meistens bergauf. Der majestätischen Bergwelt schenkt Ugyen in seinem Frust darum weniger Beachtung als der Musik in seinen Kopfhörern. Im Dorf selbst angekommen, bietet sich dem jungen Lehrer ein deprimierendes Bild. Zwar wird er von den Dorfbewohnern allerherzlichst empfangen, doch seine Unterkunft ist eine verdreckte Bruchbude und die Schule eine verrottete Ruine. Alles ist in erbärmlichem Zustand. Am liebsten würde er sofort umkehren. Doch irgendetwas hält ihn davon ab: Vielleicht sind es die erwartungsvollen und freundlichen Gesichter der Kinder. So heißt die Alternative zum Aufgeben und Umkehren Improvisation und Tatkraft. Ugyen krempelt die Ärmel hoch…Und dann gibt es ja dort auch noch die junge Saldon, die den traditionellen Gesang beherrscht.

Das altbekannte Motiv vom arroganten Stadtmenschen, der durch das einfache Leben in der Bergeinsamkeit geläutert wird – Regisseur Pawo Choyning Dorji mixt es auf vergnüglichste Art mit vielen Aspekten. Erfreulicherweise wird das harte und entbehrungsreiche Leben im Himalaya weder romantisiert noch dramatisiert. Zwar spart Choyning Dorji nicht mit diskret-ironischen Verweisen auf den westlichen „way of life“ und seine verwöhnten Anhänger, doch dabei vernachlässigt er nicht die Probleme, die sich aus der überaus einfachen Lebenssituation der Bergbewohner ergeben. Insgesamt überwiegt eine positive und heitere Grundstimmung, die durch die wunderschönen Bilder der Himalaya-Bergwelt noch verstärkt wird.

Nicht nur die Kinder, sondern auch die übrigen Dorfbewohner sind zumeist Laiendarsteller, was dem Film zusätzlich einen ganz eigenen Charakter und einen sehr freundlichen Humor verleiht. Hier treffen sich also Dokumentation und Spielfilm zu einem durchaus realistischen Eindruck.

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  • 22.05.
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