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Überleben im Terror - Ernst Federns Geschichte

Mi 13.02. 20.00 Uhr (8,50 €)

Eine Kooperation mit dem Verein für Psychoanalytische Sozialarbeit e.V. Tübingen und Rottenburg und der Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen e.V.
zu Gast: Regisseur Wilhelm Rösing und Psychoanalytikerin und Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Marita Barthel-Rösing

Dokumentarfilm | Deutschland 1992
Regie: Wilhelm Rösing in Zusammenarbeit mit Marita Barthel-Rösing und Markus J. Adams
Laufzeit: 95 min. | FSK n.v.

1938 wurde der damals 24-jährige Trotzkist und Jude Ernst Federn, Sohn eines engen Mitarbeiters von Sigmund Freud und später selbst Psychoanalytiker, in Wien verhaftet und verbrachte ab da sieben Jahre zuerst im Konzentrationslager Dachau, später in Buchenwald. Er überlebte dank „90 Prozent Glück“, „einer gewissen Begabung“ und dem unerschütterlichen Willen zum Überleben.

Im Film spricht Ernst Federn, der nach dem Krieg in die USA emigrierte, über den Terror der Nazis, die den Häftlingen systematisch die Menschlichkeit nahmen, aber auch über den dadurch erzeugten, noch immer tabuisierten Terror der Häftlinge untereinander: „Überleben auf Kosten des anderen“ nennt Ernst Federn dies und erzählt von seiner privilegierten Rolle im Lager, die auch sein Überleben ermöglichte. Und er berichtet, wie er seine Lager-Erfahrungen nach dem Krieg bei der Humanisierung des Strafvollzugs einbringen konnte.

Wilhelm Rösing und Marita Barthel-Rösing befragten ihren Gesprächspartner während eines Zeitraums von fünf Jahren. Ihre filmische Gestaltung lässt sich auf die etwas ironische, scheinbar sachlich-distanzierte, gerade so aber faszinierende Erzählweise Federns ein. Nur an wenigen Stellen wird sie durch Einblendungen von Archivmaterial ergänzt.

Der Film führt keinen Helden vor; er provoziert keine Emotionen und weckt doch welche; er analysiert das faschistisch-autoritäre System, das das Destruktive in jedem Menschen für seine Zwecke nutzte; und er macht Mut zum Widerstehen.
(vgl. Fachreferat Film und AV-Medien im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik e.V.)

 

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