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Warum Israel

Do 11.10. 18.30 Uhr (10.00 €)

Claude Lanzmann (1925 – 2018)
zum Gedächtnis

Eine Kooperation mit Brouillon.art
Einführung: Thomas Ziegner

Dokumentation | Frankreich 1973
Regie: Claude Lanzmann
Laufzeit: 192 min. | FSK n.v.

Mit dem neunstündigen Film „Shoah“, den er selbst nicht umstandslos als Dokumentarfilm bezeichnen wollte, hat er Filmgeschichte geschrieben. Gut drei Stunden nimmt sein Filmdebüt „Warum Israel“ in Anspruch. Ihm gelingt es darin, fast die gesamte Vielfältigkeit des von jüdischen Menschen begründeten Staates zu zeigen, zu Wort kommen zu lassen. Nie wieder sollten verfolgte Juden ohne Zufluchtsort sein: Das war schon lange vor der Staatswerdung das Ziel der Gründer. Neben diesem Ziel, orientiert auf die Negativität der Verfolgungsgeschichte, die im Namen „Auschwitz“ dem Gedächtnis der Welt eingebrannt ist, sind soziale, ökonomische, religiöse und nicht zuletzt militärische Konflikte zu bewältigen. Lanzmann fängt ein, wie das sozialutopisch inspirierte Leben im Kibbuz durch sich bildende arm-reich-Relationen aufgeweicht, die endlich erreichte Solidarität aller Juden mit sich selbst durchaus von kulturalistischem Rassismus vor allem gegenüber osteuropäischen Juden begleitet wird.

Drei Jahre dauerte die Arbeit an diesem, seinem ersten Film. Er markierte auch die Emanzipation von einigen der Ideen Jean Paul Sartres, als dessen Sekretär Lanzmann fungiert hatte. Skeptischer als jener (und große Teile der europäischen Linken) beurteilte Lanzmann die nationalen Freiheitsbewegungen, die oft enragierte Feindschaft gegen Israel im Programm hatten. Lanzmann hat keineswegs einen Propagandafilm gedreht. In Israel fand er zunächst keinen Verleih und konnte nur in Privatvorstellungen gezeigt werden. „In Israel schlug schon allein der Titel des Films die professionellen Verleiher in die Flucht. Sie sahen keinerlei Grund, das, was noch nicht einmal eine Frage war – es steht kein Fragezeichen hinter „Warum Israel“ -, zu stellen, erst recht nicht, darauf zu antworten“. (Claude Lanzmann, Der patagonische Hase, Erinnerungen, S.528)
Text: Sepp Zeitblom, Brouillon

 

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