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Frantz

So 11.11. 11.00 Uhr  (8,50 €)

Frankreich/ Deutschland 2016
Regie: Francois Ozon („8 Femmes“)
DarstellerInnen: Paula Beer, Pierre Niney, Ernst Stötzner, Marie Gruber u.a.
Laufzeit: 113 min. | FSK ab 12

Eine kleine Stadt in Deutschland kurz nach Beendigung des 1. Weltkrieges. Anna besucht täglich das Grab ihres an der Westfront gefallenen Verlobten Frantz. Da beobachtet sie eines Tages beim Verlassen des Friedhofes einen ihr unbekannten Mann an dessen Grab. Sie spricht ihn an, möchte wissen, in welcher Beziehung er zu Frantz stand. Doch sie erfährt nur bruchstückhaft von der Beziehung zwischen diesem Mann und ihrem Verlobten. Adrien tut sich schwer mit Erläuterungen zu seinem Erscheinen. Hinzu kommt, dass die Menschen im Ort große Vorbehalte gegen diesen Franzosen hegen, dem Erbfeind, der noch vor kurzem im falschen Schützengraben gelegen hat. Doch Anna ist zu neugierig, um die Aversionen gegen Adrien zu teilen. Zu dringend möchte sie wissen, was sich in den letzten Tagen vor seinem Tod in Frantz’ Leben zugetragen hat, dass Adrien den weiten Weg nach Deutschland auf sich genommen hat. Adrien indes bleibt verschlossen. Es fällt ihm sichtlich schwer, den letzten Schritt zur Wahrheit zu tun...

Es geht in diesem Film zwar natürlich auch um das miserable deutsch-französische Verhältnis nach dem 1. Weltkrieg, um die tief sitzenden gegenseitigen Aversionen und das Leid beider Seiten. Mehr noch geht es Fancois Ozon aber um die Frage, was Wahrheit und was Lüge ist und vor allem, ob manche Lügen nicht sogar sinnvoll sind. Regisseur Francois Ozon erzählt gern von der starken Macht, die Wunschvorstellungen besitzen können, und auch von der trügerischen, zugleich tröstlichen Natur unserer Erinnerungen. In der sich entwickelnden wechselvollen Beziehung zwischen Anna und Adrien erkennt man erneut seine typisch distanzierte Präzision. Liebevoll setzt seine Kamera die Figuren in Szene, lässt uns teilhaben in ihrer Trauer, an ihrer Verunsicherung und an ihren zaghaften Versuchen, alles richtig zu machen.

Eine Geschichte wie aus alter Zeit, formal noch verstärkt durch die Wahl der Schwarzweiß-Bilder, die einen fast nostalgischen Charakter andeuten. Und doch eine universelle, zeitlose Geschichte von Krieg und Frieden, von Leid und Lügen, von Annäherung und Liebe. Mit zwei überragenden Hauptdarstellern.

Im Französisch-Kurs der VHS wird (natürlich auf Französisch) auf diesen besonderen Film vorbereitet und werden Themen und Hintergründe herausarbeitet. Für die angemeldeten TeilnehmerInnen werden die Kinokarten vorreserviert. Diese Anmeldung ist erforderlich, es gibt keine Abendkasse. Die Vorstellung ist öffentlich.
18240801E (Kursnummer)
Véronique Huber
Freitag, 09.11.2018, 20:00 - 21:30 Uhr
vhs Hauptgebäude, Raum 205, 2. OG
Gebühr: 12,20 €

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