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Glücklich wie Lazzaro

Fr 19.10. bis So 21.10. 20.15 Uhr (8,50 €)
Mi 24.10. 20.30 Uhr (8,50 €)

Kurzfilm als Vorfilm:
Nuggets (5 min. 17 sek.)

Italien/ Frankreich/ Deutschland/ Schweiz 2018
Regie: Alice Rohrwacher
DarstellerInnen: Adriano Tadiolo, Luca Chikovani, Tommaso Ragno, Nicoletta Braschi…
Laufzeit: 125 min. | FSK ab 12

Jeder erteilt ihm Befehle, keiner nimmt ihn wirklich wahr. Und doch ist Lazzaro ein zufriedener junger Mann. Denn er braucht nicht viel zum Glück in dem Tal, in dem er mit den anderen zusammenlebt. Auf der Tabakplantage der Gräfin Marchesa Alfonsina de Luna irgendwo in einer kargen, gebirgigen Region in Süditalien scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Und so behandelt die Chefin ihre Arbeiter immer noch wie Leibeigene. „Menschliche Wesen sind wie Vieh“, sagt sie einmal, „sie zu befreien würde bedeuten, ihnen ihre Knechtschaft bewusst zu machen“. Eines Tages begegnet Lazzaro zum ersten Mal ihrem Sohn Tancredi; die beiden jungen Männer kommen ins Gespräch, sie unternehmen etwas zusammen. Und da Tancredi sich fürchterlich langweilt hier in dieser Einöde, bittet er Lazzaro, ihm bei der eigenen Entführung behilflich zu sein. Lazzaro indes ist es nicht gewöhnt zu widersprechen…

Alice Rohrwacher gelingt eine faszinierende Mischung aus dokumentarisch anmutenden authentischen Aufnahmen und dem Stilmittel des magischen Realismus. Die Last der Arbeit erscheint für den Zuschauer fast greifbar. Trotzdem findet die Regisseurin genau die richtigen filmischen Mittel, um das Leben hier mit einer fast schon verträumten malerischen Harmonie darzustellen. Lazzaro wirkt darin wie ein Wesen, das nicht von dieser Welt zu sein scheint. Wie ein Mahnmal des Guten steht er dabei auch inmitten einer von Kapitalismus und Gier korrumpierten Gesellschaft. Vielleicht erklärt sich hier auch der Titel, der auf die beiden Bedeutungen der biblischen Figur Lazarus anspielt.

Ein zeitloses Sittenbild, eine poetisch-sozialkriti-sche Fabel, die im Kern auf einer wahren Begebenheit beruht. Hohe Filmkunst, die glücklich macht. Auf den Filmfestspielen von Cannes 2018 mit dem Preis für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.

 

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