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HG Butzko

Die Migrantigen

Mo 23.10. bis Mi 25.10. 18.00 Uhr (8,00 €)

Österreich 2017
Regie: Arman T. Riahi
DarstellerInnen: Faris E. Rahoma, Aleksandar
Petrocic, Doris Schretzmayer, Josef Hader u.a.
Laufzeit: 98 min. | FSK ab 12

Auch wenn die Eltern aus Ägypten und Serbien stammen, fühlen sich Benny und Marko schon immer als Wiener. Sie sind in die Gesellschaft integriert und pflegen sogar hin und wieder den sprichwörtlichen „Wiener Schmäh“. Finanziell geht es den beiden allerdings nicht so gut. Benny schlägt sich mehr schlecht als recht als Schauspieler durch und Markos Aktivitäten in der Werbeszene sind nicht gerade von Erfolg gekrönt. Eher zufällig halten sich die beiden Freunde eines Tages in einem Vorstadtviertel mit hohem Ausländeranteil auf und werden dort von einer jungen TV-Regisseurin angesprochen. Die ist nämlich gerade für ihren quotengeilen Sender auf der Suche nach zwei Protagonisten für eine Reality-Serie über einen sozialen Brennpunkt. Die beiden Typen scheinen ihr geeignet und ohne lange zu überlegen, ergreifen Benny und Marko die Gelegenheit: Sie geben sich als abgebrühte arbeitslose Kleinkriminelle mit ausländischen Wurzeln aus und machen in der Hoffnung auf Geld und neue Chancen mit. Von nun an basteln sie also an ihrer neuen Identität. Und wer könnte ihnen dabei besser helfen als echte Migranten? Anfangs geht alles gut: Die Beiden kommen gut an, die TV-Show hat phantastische Einschaltquoten. Doch schon bald holt sie die erfundene Realität ein und die Freunde geraten immer mehr in zwielichtige Milieus…

Der iranischstämmige Regisseur Arman T. Riahin versteht sein Spielfilmdebüt als Gegenentwurf zu vielen gängigen österreichischen Sozialdramen, die sich gern mit Migrations- und Integrationsthemen befassen. In seiner flotten Inszenierung überspitzt er das ironische Spiel mit Klischees und Ressentiments bewusst. So ist hier eine schwarzhumorige doppelbödige Sozialsatire entstanden – übrigens eine mit viel Wiener Esprit. Die beiden männlichen Hauptdarsteller sowie ihre weibliche Kollegin in der Rolle der TV-Journalistin liefern glänzende Leistungen ab. Auch Joseph Hader in der kleinen Rolle des TV-Regisseurs spricht für die Qualität des Films, der übrigens schon mehrfach ausgezeichnet wurde: Sowohl auf dem Max Ophüls- als auch dem Nashville-Festival erhielt er den Publikumspreis und beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney den Creative Energy Award.

 

Europa Cinemas

2016

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