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In Zeiten des abnehmenden Lichts

Do 06.07. bis So 09.07. 18.00 Uhr (8,00 €)

Deutschland 2017
Regie: Matti Geschonneck
nach dem Roman von Eugen Ruge
DarstellerInnen: Bruno Ganz, Sylvester Groth,
Hilfegard Schmal, Evgenia Dodina u.a.
Laufzeit: 101 min. | FSK ab 0

Frühherbst 1989 in Ostberlin. Wilhelm Powileit, Ex-Widerstandskämpfer, Exil-Heimkehrer und Stalinist aus vollen Herzen, wir 90 Jahre alt. Aus diesem Anlass richtet ihm seine Frau Charlotte, mit der er in inniger Verbitterung verbunden ist, ein großes Fest aus, zu dem nicht nur die Familie, Freunde und Nachbarn, sondern auch Genossen und Repräsentanten des Arbeiter- und Bauernstaates geladen sind. Blumen werden überbracht und Reden werden gehalten, als wäre die DDR-Welt noch heile. Alle nehmen ihre festen Plätze im parteikonformen Jubiläumsspektakel ein. Nur ein fest eingeplanter Gast wird noch schmerzlich vermisst: Enkel Sascha. Doch der wird heute nicht mehr kommen. Er hat nur wenige Tage zuvor Republikflucht begangen, die sich auflösenden Grenzen des Ostblocks genutzt, sich in den Westen abzusetzen. Die Nachricht darüber platzt in die Festgesellschaft wie eine Bombe...

Jahrzehnte Familiengeschichte beschrieb Eugen Ruge in seinem gleichnamigen Roman. Im Grunde unverfilmbar. Doch Regisseur Matti Geschonneck und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase haben die Geschichte einer gewaltigen Kompression unterzogen. Abgesehen von einem kurzen Pro- und Epilog ist die Erzählzeit auf einen Tag beschränkt. Die Handlung spielt sich ausschließlich in Powileits Haus ab. Hier residiert der überzeugte Stalinist, den Bruno Ganz gewohnt souverän verkörpert: ein verhärmter alter Mann, der nicht akzeptieren will, dass sich das Rad der Geschichte weiterdreht. Der Film wählt einen Ton, der die Agonie der DDR, ihre fragwürdigen Methoden, die Ungerechtigkeiten und die Willkür zwar schonungslos aufzeigt, dabei aber voller Sympathie für die Menschen bleibt. Ihr Gebahren deutet an, wie schwer es gewesen sein muss, sich von einem System zu lösen, etwas aufzugeben, das trotz allem jahrzehntelang die Heimat war.

Europa Cinemas

2016

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